Ich habe den KRISTALLWACHSTUM auch gerade im alten MWW gefunden (auch unter 'Hexalogien'). Ich weiß zwar nicht genau ob der Text in WdZ 1:1 übernommenwurde aber in MWW steht jedenfalls nur, dass dieser Zauber zu einer Hexalogie elementaren Wachstums gehöhren KÖNNTE. Es ist also nur eine Vermutung. Aufgrund der schon genannten Gründe würde ich mich aber wundern, wenn diese Vermutung zutreffen würde. Wenn es dir nur um einen Zauber geht, der die KRAFT formen oder deren Essenz vergrößern bzw. vermehren kann, dann schau doch mal auf Seite 2 des Threads "Zauberwerkstatt". Dort habe ich schon mal einen ähnlichen Zauber aus dem ZORN DER ELEMENTE, dem FULMINICTUS und dem TRANSFORMATIO entwickelt. Im Grunde genommen wirkt dieser Zauber wie ein TRANSFORMATIO der alle 7 Elemente formen, wachsen lassen und verwandeln kann (auch untereinander).
Dass das Merkmal Kraft für Kraftansammlungen und Metamagie eher für Zauber gedacht ist, hatte ich auch so geschrieben. Ich habe das erwähnt, weil ich aufgrund der Formulierung "'wirkt gezielt (=Metamagie)" den Eindruck hatte, dass du dem Merkmal Metamagie die Eigenschaft einer verstärkten Zielwirkung zuschreibst. Möglicherweise habe ich das aber falsch verstanden. Ich würde den Astralleib zwar, wie schon gesagt, auch eher dem Merkmal Humus zuordnen aber allein ist dieses Merkmal, meiner Meinung nach, zu unspezialisiert um den Astralleib zu repräsentieren (darüber kann man sich aber streiten). Bei der Einarbeitung dieses Merkmals in Zauber, die von sich aus schon auf den Astralleib wirken, wäre das natürlich etwas anderes. Dann ließen sich damit wohl verschiedene Aspekte des Astralleibs beeinflussen. Beispielsweise würde eine SEELENWANDERUNG mit dem Merkmal Humus (statt Eigenschaften) wohl nur den lebensenergetischen Teil des Astralleibes tauschen (also LE-Speicher).
@Bosper Also NUR der reinen Struktur der Kraft kann man den Astralleib auch nicht zuordnen. In GKM S.6 (sicher auch irgendwo in WdG) steht, dass der Astralleib aus einem feinen Sikaryan-Geflecht besteht und mittels Zaubern wie EXPOSAMI und OCULUS erkannt werden kann. Zugegeben, ganz unmagisch scheint der Astralleib nicht zu sein aber da in Verbindung mit ihm auch Worte und Sätze wie "Sikaryan-Geflecht", "EXPOSAMI" und "Als Sitz der Lebenskraft bestimmt der Astralleib über Leben und Tod jeder Kreatur" fallen, gehe ich stark davon aus, dass die magischen Aspekte nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Was den Kristallwachstumszauber betrifft, dachte ich Anfangs auch, dass ich etwas in der Richtung gelesen habe. Nach nochmaligem Durchlesen bin ich mir aber fast sicher, dass ich damals nur das Ritual "Kristallformung" zu flüchtig gelesen habe. Vielleicht geht es euch ja auch so. Ansich ist das aber auch egal, da der TRANSFORMATIO als Beweis für die theoretische Existenz eines solchen Zaubers oder Rituals ausreicht. Er kann ja einerseits DAS und noch Einiges mehr.
Ich habe ja nicht gesagt, dass es mittels Magie nicht möglich wäre, leblose Dinge wachsen zu lassen. Ich denke nur, dass der HASELBUSCH aufgrund des Merkmals Eigenschaften ungeeignet für die Modifikation ist. Theoretisch ist das Wachtum toter Dinge aber möglich. Der TRANSFORMATIO ist ein gutes Beispiel dafür (hat nicht das Merkmal Eigenschaften). Einen speziell auf Kristalle gerichteten Wachstumszauber konnte ich aber nicht entdecken. Es gibt zwar das kristallomantische Ritual "Kristallformung" aber dieses scheint eher zur Verschmelzung und Formung als zum Wachstum von Kristallen gedacht zu sein.
Bei dem METAMORPHO bin ich aber etwas verunsichert wie du das meinst. Auch wenn man das Merkmal Objekt durch ein anderes ersetzt, hätte der Zauber trotzdem nicht plötzlich zusätzlich das Merkmal Humus. Ohne eine elementare Transistion bliebe es beim Merkmal Eis. Wenn man das Merkmal Objekt gegen Metamagie ersetzt (wenn überhaupt möglich), würde das in etwa bedeuten: [“Zauber” (statt Objekt) aus “Eis” (bei elem. Trans. Humus) wird geformt]. Irgendwie blicke ich da nicht so ganz durch. Selbst wenn diese Modifikationen machbar wären, frage ich mich, inwiefern man mit dem neuen Zauber Jemandem die “Kraft” geben könnte. Für die Wirkung auf Kraftansammlungen wäre das Merkmal Kraft aber besser geeignet als Metamagie (bedeutet eher: “hat Wirkung auf Zauber”). Allerdings besteht der Astralleib nicht aus astraler Kraft, sondern aus einem feinen Sikaryangeflecht (also eher Richtung Humus). Da es für den Astralleib aber leider kein richtiges Merkmal gibt kann man den METAMORPHO auch nicht so verändern, dass er auf diesen wirkt.
WAS der “Makestopp”-Zauber bewirken soll hab ich schon verstanden. Mir ging es nur darum eine nachvollziehbare Erklärung dafür zu finden, WIE die neue “kopiert und vervielfältigt sich selbst”-Wirkung, bei den Modifikationen, zustande kommt. Die Frage stellt sich mir jedenfalls, da keiner der Ursprungszauber eine annähernd vergleichbare Wirkung hat.
Deine Ausführungen zur Modifikation des DESTRUCTIBO haben mich allerdings ziemlich verwirrt. Einerseits sagst du, dass du nur ZWEI metaphorische Transistionen vornehmen willst und im nächsten Satz zählst du drei Merkmale (Schaden, Objekt, Elemantar gesamt) auf von denen keines im normalen DESTRUCTIBO enthalten ist. Es wären also mindestens drei Meta. Transistionen. Zudem frage ich mich, wo dann dabei der Bezug des Zaubers zur KRAFT (also der AE) wäre. Das Merkmal “Elementar gesamt” umfasst ja nur die sechs normalen Elemente. Was du mit “Dann reversaliert man und das Merkmal Schaden wird zu Form” meinst, kann ich dann leider garnicht mehr nachvollziehen. Ich könnte mir zwar noch vorstellen, dass bei dem Austausch des Merkmals Antimagie gegen das Merkmal Schaden, ein Zauber entsteht, der eine ähnliche Wirkung wie der normale DESTRUCTIBO hat, aber dann würde der neue Zauber, in Verbindung mit dem REVERSALIS, wahrscheinlich nur eine reparierende bzw. regenerierende Wirkung auf magische Strukturen haben (beschädigen < Gegenteil > reparieren). Durch das Merkmal Schaden müsste man der magischen Matrix, die beschädigt bzw. zerstört werden soll, vermutlich auch so etwas wie “Strukturpunkte” geben (ähnlich wie bei der Wirkung des DESINTEGRATUS auf Objekte). Die vollige Neuerschaffung von permanenter AE, halte ich mit diesem Zauber aber für nicht möglich. Trotzdem wäre ein solcher Regenerationszauber nicht sinnlos. Beispielsweise könnte man mit dem neuen Zauber vermutlich die beschädigte Matrix von Artefakten, wie Matrixgebern mit instabiler Matrix, durch mgische Entladungen fehlerhaft gewordene Schwarze Augen usw. regenerieren.
Dass der Teil des Astralleibs mit der Wahren Seele und dem Bewustsein in Borons Hallen geht ist schon richtig. Das stand auch schon in den DSA4.0 Regelwerken (habe im Moment nur diese) drin. Wenn ich die Hinweise in den Regelwerken aber richtig verstanden habe, ist dieser Teil auch derjenige, der normalerweise den AE-Speicher und die geistigen Eigenschften beinhaltet. Es heißt ja nur, dass der Teil mit dem Bewustsein und der Wahren Seele in die 4.Sphäre geht. Dass dieser Teil aber NUR diese beiden Dinge beinhaltet, wird vermutlich auch in DSA4.1 nicht so genau ausgesagt. Ausschließen kann ich es aber auch nicht. Wie gesagt halte ich es auch für möglich, dass sich der AE-Speicher beim Tod vom geistigen Teil des Astralleibs abspaltet und auflöst. Der Teil der im Körper zurückbleibt ist aber, meiner Meinung nach, nur der verfallende lebensenergetische, der ursprünglich die LE enthielt.
Deinen “Impersona” müsstest du aber nochmal etwas ausführlicher erklären (einzelne Herleitungsschritte), da ich so leider nicht ganz nachvollziehen kann, wie ein Zauber der die Wirkungsdauer anderer Zauber auf augenblicklich setzt, etwas anderes tun kann, als den jeweiligen Zauber praktisch sofort zu beenden und was er mit der Absorbtion von Felsen und Bäumen zu tun hat.
So, endlich habe ich mal Zeit meine längst überfälligen Fragen zum “Makestopp”- Zauber zu stellen. Zunächst einmal würde mich interessieren, wie du das mit der Kombination (oder Synthese?) der Zauber INFINITUM und DESTRUCTIBO meinst. Eigentlich kann ich mir nicht so recht vorstellen wie bei einer Kombination von Zaubern, die entweder die Wirkungsdauer von Zaubern verlängern oder deren magische Matrix permanent vernichten, ein Zauber herauskommen soll, der die Wirkungsdauer eines anderen Zaubers vorübergehend unterbricht. Der andere Punkt den ich nicht so ganz nachvollziehen kann ist die Vervielfältigung. Eigentlich ist der von mir entworfene Ausdehnungszauber nur dafür ausgelegt, den Wirkungsbereich eines anderen Zaubers langsam aber sicher auf unendlich auszudehnen. Die vervielfältigende Wirkung bezieht sich eigentlich nur auf die Essenzmenge (proportional zum Feuer bei der Flammeninferno Variante des BRENNE) der magischen Matrix EINES auszudehnenden Zaubers (die Folge davon ist der vergrößerte Wirkungsbereich). Daher dürfte also auch bei einer Synthese mit sich selbst (beide Ursprungszauber haben die gleiche Wirkung), eigentlich kein Zauber entstehen, der den auszudehnenden Zauber SELBST vervielfältigt (also wenn ich deine Ausführungen richtig verstanden habe).
Die Erschaffung eines Zaubers zur Steigerung permanenter AE, auf Basis von MAGISCHER RAUB, halte ich aber für sehr schwierig bis nicht möglich. Der Grund dafür ist der, dass normale AsP nur der Inhalt eines AE-Speichers sind, und permanente AsP Teile des Speichers selbst. In gewisser Weise könnte man das mit zwei Wasserflaschen vergleichen (eine fast Leer, die andere voll). Der MAGISCHER RAUB füllt nur das Wasser (AE) von einer Flasche (AE-Speicher) in die andere. Was Du (und Hesindian) vor hast, ist aber die Verschmelzung der beiden Flaschen (AE-Speicher) um das Gesamtvolumen zu erhöhen. Die einzige Möglichkeit die mir so auf Anhieb einfällt, wäre die Variante “Lebenskraft stärken” beim BALSAM fest in die Grundformel zu integrieren und bei dem neuen Zauber, per metaphorischer Transistion, das Merkmal Heilung gegen Kraft zu ersetzen. Dadurch würde dann ein Zauber entstehen, der den maximalen AE-Grundwert (statt dem der LE) vorübergehend, um maximal ZfW AsP erhöht (für je 3 AsP kann der Grundwert um 1 AsP überschritten werden) (also alles proportional zur Variante: “Lebenskraft stärken”) In verbindung mit dem INFINITUM wäre diese Wirkung dann permanent. Da der Zauber selbst AE verbraucht, müsste man seinen neuen maximalen AE-Wert mit anderen Mitteln wie z.B. Astraltränken auffüllen (oder einfach warten, bis man sine AE wieder regeneriert hat). Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob man diese Prozedur beliebig wiederhohlen kann oder ob sie nur einmal anwendbar ist, so lange der erste Zauber noch wirksam ist.
Die Verbindung des DESTRUCTIBO mit dem REVERSALIS ist aber leider nicht möglich, da in der Zauberbeschreibung des DESTRUCTIBO steht, dass der REVERSALIS keine Wirkung auf den DESTRUCTIBO hat (ich glaube auf Antimagie generell nicht).
Die Leiche eines Magiebegabten enthält aber höchst wahrscheinlich keine AE mehr, da der AE-Speicher ein Teil des geistigen Teils des Astralleibs ist, der sich bei Eintritt des Todes, zusammen mit der Wahren Seele, vom Körper trennt (die Seele verbleibt nach dem Tod, in der Regel, nur noch W20 KR/ siehe HERZSCHLAG RUHE) und mit ihr entweder in Borons Hallen geht oder sofort zerfällt (bin mir nicht ganz sicher welche der beiden Möglichkeiten eintritt). Um einem Körper in KRAFT zu verwandeln, reicht es aber auch schon aus, wenn man, per metaphorischer Transistion, beim GRANIT UND MARMOR das Merkmal Erz durch Kraft ersetzt. Die AE die dabei entsteht, wäre aber natürlich keine, die der Zauberer als permanente AE nutzen kann.
Es freut mich, dass euch mein Herleitungsweg gefällt. Zu dem Mackestopp-Zauber hätte ich aber noch ein paar Fragen, die ich aus zeitlichen Gründen leider erst später stellen kann.
Hallo da bin ich wieder. Ich habe mir die vorgeschlagene Synthese jetzt mal genauer angeschaut. Man könnte die Zauber zwar synthetisieren, (das Ergebnis wäre bestimmt interessant) aber die von dir gewünschte Wirkung käme wahrscheinlich nicht dabei heraus. Das Problem ist, dass der HASELBUSCH unter anderem das Merkmal Eigenschaften hat, dass leider nur auf die bestehenden Eigenschaften von Lebewesen wirkt. Im Zusammenhang mit dem Zielobjekt Pflanze bedeutet das, dass die natürlichen Wachstumseigenschaften der Pflanze verstärkt angeregt werden. Wenn man nun aber das Merkmal Humus gegen Kraft austauscht, ändert sich das Zielobjekt automatisch von „Pflanze“ (also Lebewesen) auf „Kraftansammlung“. Da eine Kraftansammlung kein Lebewesen ist und auch über keine anregbaren natürlichen Wachstumseigenschaften verfügt, würde die Wachstumseigenschaft nach der metaphorischen Transistion (Humus zu Kraft) also sehr wahrscheinlich wegfallen. Es bliebe daher wohl nur die „Kraft“ formende Wirkung. Der Austausch des Merkmals Herbeirufung gegen Metamagie ist nicht möglich, da keiner der an der Synthese beteiligten Zauber über das Merkmal Herbeirufung verfügt (es sei denn das wurde im LCD geändert). Auch wenn der MANIFESTO (dieser wäre es wohl) noch zusätzlich das Merkmal Herbeirufung hätte, würde sich dieses Merkmal mit Sicherheit auf die Herbeirufung der elementaren Essenz beziehen. Der Wegfall dieses Merkmals (duch Austausch) wäre unter diesen Umständen sehr ungünstig, da dadurch kein Element (oder „Kraft“ nach den Modifikationen) mehr herbeigerufen werden könnte. Es ist also sehr wichtig immer darauf zu achten, welche Merkmale welche Wirkungen im Zauber erzeugen, da manche Wirkungen (und dadurch Merkmale) für die Funktionsfähigkeit des Zaubers unbedingt nötig sind. Aber selbst wenn das alles bis hierhin funktionieren würde, hätte man jetzt das Problem, dass das Zielobjekt des Zaubers keine Person bzw. Lebewesen, sondern eine Kraftansammlung bzw. ein AE-Speicher ist. Daher könnte der Zauber nicht direkt auf Personen gerichtet werden. Zudem hat keiner der Ursprungszauber ein Wirkung, die sich nach den Modifikationen, im übertragenden Sinn, als verankernd im Astralleib niederschlagen würde. Auch wenn es einem gelingen würde mit dieser Synthese einen erweiterbaren AE-Speicher zu erschaffen, würde dieser keinen Halt im Astralleib eines Lebewesens finden.
Die Lösung des Problems findet man aber wahrscheinlich nicht in einem Wachstumszauber, sondern in der Flexibilität der Bindematrix des ARCANOVI. Ein Wachstumszauber würde den AE-Speicher wahrscheinlich nur kurz anwachsen lassen und nach Ende der Wirkungsdauer wieder in dem neuen Zustand fixieren. Daher denke ich, dass es wohl das Beste wäre, wenn man den ARCANOVI so modifiziert, dass die Bindematrix des Zaubers es zulässt, dass dem fertigen Artefakt auch noch nachträglich theoretisch beliebig viele Zauber hinzugefügt werden können. Dadurch würde sich diese Erweiterbarkeit nach der metaphorischen Transistion auch auf die ansonsten gefixte AE-Speichermenge übertragen. Wie ich das über die Zauberwerkstatt hinbekomme, weiß ich aber noch nicht genau. Trotzdem hat mich deine vorgeschlagene Synthese auf ein paar nette Ideen im Bereich der Humusmagie gebracht.
Elementaren ihre Kräfte auf magischem Wege zu stehlen, halte ich aber für sehr schwierig bis nicht möglich (eher Letzteres). Zitat MWW S.104 (sicher auch irgendwo in WDZ):
“Elementarwesen/.../ und sind immun gegen alle Zauber mit Außnahme von Schadenszaubern die nicht auf ihrem Element beruhen – und gegen diese wirkt immer noch ihr Rüstungsschutz. /.../ Nicht immun sind Elementare übrigens gegen für sie schädliche Sekundäreffekte von Zaubern: Ein Luftgeist, der Opfer eines AEROFUGO wird, löst sich in der Regel sehr bald auf.”
Da der Kräfte übertragene Zauber wahrscheinlich kein elementarer Schadenszauber wäre, würde er wohl nicht auf das Elementarwesen wirken. Aus dem selben Grund wird wohl auch die Verwandlung (!) einiger elementarer Bestandteile des Elementarwesens nicht funktionieren. Die direkte Verwandlung von Antielementen in normale Elemente mus ich leider auch als sehr schwierig einstufen, da ein Zauber (laut Regeln der Zauberwerkstatt) niemals dämonische und elementare Merkmale zugleich beinhalten darf. Genau das wäre aber wahrscheinlich in den meisten Fällen nötig um das Zielobjekt und das Endprodukt des Zaubers festzulegen. Möglicherweise könnte man aber versuchen das Antielement durch das Merkmal Objekt zu repräsentieren. In der Regel wird eine Rückverwandlung von antielementarer Essenz aber eher eine Art Exorzismus sein.
Ich habe mir in den letzten Tagen mal verstärkt Gedanken zu diesem Verbreitungszauber gemacht. Das Ergebnis habe ich in den Thread "Zauberwerkstatt" (Threadseite 9) geschrieben.
Aufgrund der Disskussion im Thread "Kraftlinien-Artefakte", habe ich mir mal ein paar Gedanken zu einem Zauber gemacht, der die Wirkungen anderer Zauber in die entferntesten Winkel Deres tragen kann ohne dabei Unsummen von AsP zu verbrauchen. Daher habe ich folgenden Zauber entwickelt, der auf der, nur von der Wirkungsdauer begrenzeten, Ausbreitungsreichweite des BRENNE TOTER STOFF (Variante: Flammeninferno) basiert:
1)Als Erstes wird der KRAFT DES ERZES mit dem REVERSALIS kombiniert (Wirkung: siehe LC bzw.LCD).
2)Danach wird bei dem neuen Zauber eine elementare Tansistion vorgenommen, bei der das Merkmal „Erz“ gegen das Merkmal „Feuer“ ausgetauscht wird. Dadurch entsteht ein Zauber, der sämtliches Feuer, dass sich im Wirkungsbereich befindet oder von außen hinzukommt, schlagartig von dem verzauberten Objekt wegstößt, so dass es sich nach außen hin ausbreitet.
3)Als Nächstes wird beim BRENNE TOTER STOFF die Variante „Flammeninferno“ per Modifikation fest in die Grundformel integriert.
4)Nun werden die neuen Varianten des KRAFT und BRENNE per Synthese miteinander kombiniert. Durch die Gemeinsamkeit, dass sich bei beiden Zaubern Feuer von einem bestimmten Objekt ausbreitet, müsste die Synthese möglich sein. Dabei wird die etwas gleichmäßigere und kontolliertere Ausbreitungsart der BRENNE-Variante übernommen. Die „erschaffen von Feuer“-Komponente des BRENNE fällt aber hingegen ganz weg. Dafür wird die „Wirkung auf hinzukommendes Feuer“-Komponente der neuen KRAFT DES ERZES-Variante übernommen. Dadurch entsteht ein Zauber, der im Grunde genommen ähnlich wie die Flammeninferno-Variante des BRENNE wirkt. Der Unterschied ist jedoch, dass sich die Feuer ausbreitende Wirkung nicht bei erschaffenem Feuer (die Komponente ist ja weggefallen) bemerkbar macht, sondern bei Feuer, dass im nachhinein mit dem verzauberten Objekt direkt in Berührung kommt. Feuer, dass sich nur in der Nähe des Objektes befindet, wird von dem Zauber nicht mehr betroffen. Der Durchmesser des Ausbreitungsgebietes nimmt um 1 Schritt pro KR zu (wie bei der Flammeninferno-Variante des BRENNE). Die Wirkungsdauer beträgt ZfP Spielrunden (Wirkungsdauer vom KRAFT DES ERZES übernommen).
5)Als Nächstes wird bei dem neuen Zauber eine metaphorische Transistion vorgenommen, bei der das Merkmal „Feuer“ gegen „Metamagie“ ersetzt wird. Dadurch bezieht sich der neue Zauber nicht mehr auf Feuer, sondern auf beliebige hinzukommende bzw. darauf gesprochene Zauber. Das heißt, dass sich der erste, mit dem Objekt in Kontakt kommende, Zauber (bzw. dessen Wirkung) von diesem aus solange ausbreitet, bis die Wirkungsdauer endet. Die Wirkung fällt also von verbreitetem Zauber zu verbreitetem Zauber anders aus. Die Durchmesserzunahme und die Wirkungsdauer aus dem vorangegangenen Schritt bleiben unverändert.
6)Zuletzt wird der neue Zauber mit einem INFINITUM kombiniert. Durch die daraus resultiernde permanente Wirkungsdauer, endet die Ausbreitung nicht, so dass die Wirkung, des auf das Objekt gesprochenen Zaubers, früher oder später auch die entferntesten Winkel Deres erreicht (vielleicht sogar der Sphären). Der Zauber hätte dann die Merkmale Objekt, Metamagie und Temporal. Die Gesamt AE-Kosten betragen dann ungefähr 87 AsP plus die Kosten des zu verbreitenden Zaubers [(KRAFT: 9AsP) + (REVERSALIS: 7AsP) + (BRENNE Flammeninferno: 22AsP) + (INFINITUM: 49AsP)]. Kleinere Abweichungen können durch die Modifikationen entstehen.
Also: [[((KRAFT DES ERZES + REVERSALIS): elemnetare Trans.: Erz zu Feuer) + (BRENNE: Var.:Flammeninferno)]: Meta.Trans.: Feuer zu Metamagie] + INFINITUM
Wenn man aber unbedingt einen Zauber entwickeln will, der andere Zauber von den Kraftlinien aus verteilt, könnte man theoretisch nach Schritt 5 oder 6 auch noch das Merkmal Objekt gegen Kraft ersetzen, sodass der Zauber auf Kraft-Ansammlungen (z.B. Kraftlinien) statt auf Objekte wirkt. Allerdings halte ich das hier für nicht unbedingt notwendig, da der Zauber so wie er ist, wesentlich unabhängiger wirkt.
Da der BRENNE TOTER STOFF ein Zauber aus dem borbaradianischen Kanon ist, ist anzunehmen, dass auch Borbarad einen ähnlichen Zauber entwickelt hat um Zauber wie z.B. seinen "Todesfluch" zu verbreiten.
Übrigens erscheint mir der Zauber auch in Verbindung mit Hellsichtmagie und Schwarzen Augen (die Artefakte) interessant.
Naja ,Kröten und Würmer hatte ich mit anderen "Rassen" eigentlich nicht gemeint. Ich dachte eher an Menschen, Orks, Goblins, Zwerge usw.. Dass Drachen aber einen starren Kraft bzw. AE-Speicher haben ist mir allerdings neu. Soweit ich weiß, können Drachen, genau wie andere Wesen auch, ihren AE-Vorrat vergrößern. Lass dich da nicht vom räumlich begrenzten Karfunkel, der nur der Speicher und Ankerpunkt des eigentlichen erweiterbaren AE-Speichers und Geistes ist, täuschen. Theoretisch wäre es wahrscheinlich irgendwie möglich einen flexiblen AE-Speicher zu erschaffen, aber mit den Mitteln der Zauberwerkstatt fällt mir so auf anhieb leider keine Möglichkeit ein. Allerdings glaube ich nicht, dass sich die AE-Vorräte Deres durch eine gesteigerte Anzahl Magiefähiger komplett verbrauchen würde. Dazu ist einfach zuviel vorhanden.
Informationen zu "Borbarads Todesfluch" findest du hier zum Download:
Da hast du mich missverstanden. Ich meinte nur, dass die Asralleiber, mit den die Persönlichkeit ausmachenden geistigen Eigenschaften wie Verstand, Bewustsein, Erinnerung und Carakter, miteinander verschmolzen werden.
Ja, so meinte ich das. Im Grunde genommen könnte man die den Geist bindende Wirkung eines Karfunkels auch, in groben Zügen, mit einem ARCANOVI vergleichen, der die Merkmale Objekt und Geistwesen (statt Metamagie) hat.
Die Idee, in einem Lebewesen, mittels eines modifizierten ARCANOVI (mit den Merkmalen Form und Kraft) einen künstlichen Kraftspeicher zu erschaffen hate ich auch schon mal. Allerdings stieß ich dann auf das Problem, dass dieser künstliche Speicher durch die bei der Speichererschaffung festgelegte AsP-Speichermenge (so wie beim einfachen ARCANOVI die gebundenen Zauber festgelegt werden müssen), im Nachhinein nicht mehr weiter akkumulierbar ist. Dem Lebewesen stünde dann wie einer Artefaktseele in einem Artefakt, immer nur ein und die Selbe AE-Menge zur Verfügung. Daher hätte der künstliche Kraftspeicher leider einen entscheidenen Nachteil gegenüber dem Natürlichen. Einen solchen Zauber mit einem globalen “Verteilungszauber” auf alle magieunbegabten Wesen Deres auszuweiten, halte ich aber nur für schwer durchführbar, da der neue AE-Speicher und die dafür nötigen Veränderungen der inneren Stuktur, speziell auf das jeweilige Wesen abgestimmt werden müssen. Ich nehme dies jedenfalls an, da der neue Zauber praktisch eine 1:1 Übertragung des ARCANOVI auf Lebewesen ist, und schon in der Grundvariante für jede Artefaktart, eine eigene Artefaktthesis benötigt wird. Daher müsste man vermutlich für jede einzelne Rasse Deres eine “Artefaktthesis” entwickeln und einen so vorbereiteten Zauber (für jede Rasse einen) an die Kraftlinie heften. Zudem müsste die Reichweite des neuen Zaubers (die neue ARCANOVI-Variante) erhöht werden, damit der Zauber, wie “Borbarads Todesfluch”, von den Kraftlinien aus absrahlen kann. Ich vermute übrigens schon seit Langem, dass auch Borbarad einen solchen “Verteilungszauber benutzte, um seinen “Todesfluch” (“Unter der Dämonenkrone” S.12-13) permanent vom Kraftliniennetz übertragen zu lassen.
Ach so, dann habe ich dich, im Bezug auf diesen Satz, wohl etwas missverstanden. Dass das Merkmal Form die Eigenschaften DIREKT verändern kann, wollte ich aber mit meinem letzten Beitrag nicht ausdrücken. Ich stelle mir das eher so vor, dass durch das Merkmal Form die innere Struktur eines Lebewesens so verändert wird, dass sich eine “Haltevorrichtung” für die Matrix von Zaubern herausformt. Dass das Objekt daduch die Eigenschft erhält, Zauber in sich zu binden, ist also eigentlich nur ein gewollter Nebeneffekt. Deine Sichtweise der von dir aufgezählten Zauber, im Hinblick auf das Merkmal Eigenschaften, kann ich aber nicht so ganz teilen. Gerade bei der SEELENWANDERUNG kann man die Einflussnahme auf bestehende Eigenschaften sehr deutlich erkennen. Schließlich wird hier ja auf bestehende Eigenschaften wie MU, KL, IN und CH, zum Zwecke des Tausches, Einfluss genommen. Du wirst mir sicher zustimmen, dass diese Eigenschaften bei Zauberer und Opfer schon vor dem Zauber vorhanden waren. Desweiteren haben nicht alle Zauber, die auf den Astralleib wirken, automatisch das Merkmal Eigenschaften. Beispielsweise wirken auch die Zauber KÖRPERLOSE REISE, ECLIPTIFACTUS (Variante. Langer Schatten) und der NEKROPATHIA SEELENREISE auf den Astralleib, obwohl keiner von ihnen das Merkmal Eigenschaften hat. Die SEELENWANDERUNG ist also aufgrund des Tausches des Astralleibrestes mit den Eigenschaften, der einzige bekannte, auf den Astralleib wirkende, Zauber, der das Merkmal Eigenschaften hat. Beim Zauber SPINNENLAUF stimme ich dir zwar zu, dass die Hexe normalerweise nicht an der Decke kleben kann aber die Eigenschaft klettern und akrobatische Leistungen vollbringen zu können, hatte sie schon vorher (nur eben nicht so gut und auf diese Weise). Da in der Beschreibung des Merkmals Eigenschaften steht, dass dieses Merkmal auch die Verbesserung bestehender Eigenschaften bewirken kann (die hier ja deutlich zu erkennen ist), sehe ich eigentlich keinen Widerspruch in der Wirkung dieses Zaubers zur Merkmalsbeschreibung. Übrigens wird der SPINNENLAUF UND KRÖTENSPRUNG auch in der Beschreibung des Merkmals Eigenschaften als Beispiel für bestehende Eigenschaften beeinflussende Zauber genannt. Ähnlich ist es bei den elementaren Läufen. Auch hier hatte der Zauberwirker schon vorher die Eigenschaft sich irgendwie (in der Regel mehr schlecht als recht) über das jeweilige Element zu bewegen. Die besondere Art und Weise, mit der sich der Zauberer durch den Zauber bewegen kann, wird zudem noch durch das zusätzliche elementare Merkmal verstärkt und vermutlich zum Teil erst ermöglicht.
Aber na gut, lassen wir das erst einmal. Scheinbar gibt es doch zu viele Interpretationsmöglichkeiten, als dass man eine 100%ig sichere und von allen anerkannte, herausfiltern kann.
Der Seelenmix den du beschreibst, klingt für mich eher wie eine mehrfache Besessenheit, bei der jeder Geist über die Fähigkeit "Übernahme eines Körpers" (MGS S.110) verfügt. Soetwas ist natürlich möglich, da jeder der nachträglich im Körper gebundenen Geister (bzw. Astralleiber) eine für sich abgeschlossene Einheit bildet. Beim CHIMÄROFORM hingegen werden aber auch die den Geist bildenden Astralleiber der Ursprungskreaturen miteinander verschmolzen. Das hat dann natürlich zur Folge, dass aus den ursprünglich eigenständigen Geistern EIN einziger wird, der dadurch geistig meist einen etwas mitgenommenen Eindruck macht. Auch wenn ich das Abenteuer selbst noch nicht gespielt habe, bin ich mir doch zielmlich sicher, dass dieser Seelenmix nicht durch einen CHIMÄROFORM (bzw. MUTABILI wie er damals hieß) zustande gekommen ist.
Das Beispiel der Umsrtukturierung der Objektmatrix sollte kein Kriterium sein, sondern nur zeigen, dass die Veränderung der Matrix des Objektes nicht immer materiell bzw. körperlich ist. Man kann ja nicht abstreiten, dass ein mittels ARCANOVI verzaubertes Objekt körperlich immer noch die selbe Gestalt hat wie vorher. Ich hatte allerdings in meinem letzten Post auch geschrieben, dass BEIDE Merkmale (Objekt und Form) in der Lage sind die innere Stuktur eines Ojektes bzw. Lebewesens zu verändern. Zitat MWW S.32 (Merkmalsbeschreibung: Form):
“Form bedeutet 'Verwandlung von Lebewesen', also die Veränderung der körperlichen Form und/oder der inneren Strukturen eines Lebewesens.”
Gerade das “oder” zeigt, dass das Merkmal Form nicht NUR für die körperliche Verformung zuständig ist, sondern statdessen auch nur die Veränderung der inneren Strukturen bewirken kann. Mich wundert allerdings, dass du einerseits sagst, dass alle Zauber die auf Lebewesen wirken, auch auf den Astralleib wirken (also umstrukturieren) und 2 Sätze weiter anzweifelst, dass Zauber mit dem Merkmal Form eine umstrukturierende Wirkung auf den Astralleib haben. Zitat MWW S.8:
“...existiert mit der Lebensseele (auch 'Astralleib') ein feinstoffliches Gewebe, /.../Die Kunst der Zauberei besteht nun darin, an den Fäden des Gewebes anzugreifen, sie zu entwirren, neu zu verknüpfen, Teile zu zerreißen oder Fäden hinzuzufügen. Diese Veränderungen übertragen sich sodann auf den Leib und Geist derjenigen Person, bzw. auf die Struktur und Erscheinungsform der Sache, die verzaubert wird – so weit die Theorie.”
Aufgrund verschiedener Textstellen in Regelwerken, DSA-Romanen und Abenteuern, und den Schlüssen, die man der Logik folgend daraus ziehen muss, kann man diese Theorie wohl als bestätigt ansehen. Man erkennt also, dass auch Zauber mit dem Mekmal Form den Astralleib umstrukturieren können. Ein weiterer Punkt, der für mich die Richtigkeit des Austausches des Merkmals Objekt gegen Form wahrscheinlich erscheinen lässt, ist der, dass in MWW S.33 (Beschreibung des Merkmals Objekt) folgender Satz steht:
“Gewissermaßen ist es das korrespondierende Merkmal zu Eigenschaften und Form, nur eben für unbelebte Objekte.”
Hier wird zwar auch das Merkmal Eigenschaften genannt aber aufgrund der Beschränkung, dass dieses Merkmal nur zur Beeinflussung bestehender Eigenschaften genutzt werden kann, muss es in diesem speziellen Fall, von regeltechnischer Seite her, als mögliche Ersetzung ausscheiden. Schließlich wirkt der neue Zauber ja nicht auf eine bereits bestehende Eigenschaft eines Lebewesens, sondern erschafft mit der Bindemöglichkeit von Zaubern, eine völlig Neue. Das Merkmal Form ist also das einzige Merkmal, dass im übertragenden Sinne mit dem Merkmal Objekt übereinstimmt und, in dieser Hinsicht, keinerlei Beschränkungen aufweist.. Daher müsste ein Bindezauber mit dem Merkmalen Metamagie und Form die selbe Wirkung auf Lebewesen haben wie der normale ARCANOVI auf Objekte.
Ich bin mir jetzt allerdings nicht ganz so sicher, ob du mit “Ob uns das was sagen möche, bezweifle ich aber stark.” den Umstand meinst, dass das Wort nicht mehr kursiv gedruckt ist oder ob du diesen Satz auf das Wort “ bestehend “ ansich beziehst. In letzterem Fall müsste ich darauf hinweisen, dieses Wort ausschlaggebend für die gesamte Textaussage der Beschreibung des Merkmals Eigenschaften ist. Wenn das Wort nichts zu sagen hätte, hätte es die Redax sicherlich weggelassen. Mir fällt auch kein Zauber, mit dem Merkmal Eigenschaften, ein, der einem Wesen eine völlig neue Eigenschaft hinzufügt (jedenfalls nicht ohne die Anwesenheit eines weiteren Merkmals). In ersterm Fall wäre ich auch der Meinung, dass das Wort auch ohne kursiv gedruckt zu sein, nichts von seiner Bedeutung verloren hat.
Hinsichtlich der Eigenschaften/Form-Frage, erscheint mir der Vergleich von AXXELERATUS und ARCANOVI eher ungeeignet, da beim AXXELERATUS nur bestehende Eigenschaften (bewegen mit bestimmter Geschwindigkeit, Athletik -TaW usw.) verändert werden, während der ARCANOVI beim Objekt völlig neue schafft (Objekt kann Zauber aufnehmen). Diese Unterscheidung ist wichtig, da das Merkmal Eigenschaften laut MWW S.32 (nehme an, die Definitionen sind in WdZ gleich beblieben), nur dafür gedacht ist bestehende Eigenschaften zu manipulieren. Das Wort “bestehender” ist dort, zur Hervorhebung, sogar kursiv gedruckt. Die Ersetzung des Merkmals Objekt durch Form halte ich für passend, weil beide Merkmale nicht nur die äußere sondern auch die innere Struktur verändern können. Beim normalen ARCANOVI beispielsweise, wird das Objekt (durch Merkmal Objekt) auch nur von der inneren Strktur her, verändert. Dabei wird die innere Struktur so verändert, dass das astrale Geflecht einer Zaubermatrix dort verankert werden kann. Genau das Selbe geschieht im übertragenen Sinn mit Lebewesen, wenn sie mit einem entsprechend modifizierten Bindezauber verzaubert werden. Da die Eigenschaft Zauber in sich zu binden, weder zu den von Natur aus bestehenden Eigenschaften eines Objektes oder Lebewesens gehören, kann das Merkmal Egenschften hier also nichts bewirken. Genau genommen hat der ARCANOVI, wie auch die neue Variante, also eigentlich nichts mit Eigenschaftsveränderung ansich zu tun, sondern eher mit der Verwandlung bzw. Umstruktukturierung der Matrix von Objekten bzw. Lebewesen.
Das kommt darauf an, für welche Wirkungskomponenten man die einzelnen Merkmale im Zauber verantwortlich macht. Ich sehe die Aufgabengebiete der Merkmale, in der Grundform des ARCANOVI in etwa so:
“Bindung von (durch kein Merkmal repräsentiert)” “Zauber (Metamagie)” “in (durch kein Merkmal repräsentiert)” “Gegenstand (Objekt)”
Die in Anführungsstriche gesetzten Worte stellen die theoretisch austauschbaren Wirkungskomponenten des Zaubers und das für sie verantwortliche Merkmal dar. Komponenten ohne Merkmal können meist wirklich nur theoretisch verändert werden (wenn, dann meist bei einer Synthese). Oft lassen sie sich aber auch garnicht verändern. Das “in” als Komponente zu betrachten mag auf den ersten Blick vielleicht etwas seltsam erscheinen, aber unter anderen Umständen könnte es auch “an” heißen, was bei einem anderen Merkmal als Metamagie eine völlig andere Wirkung erzeugen könnte. Daher sehe ich es auch als eine Art Komponente, die die Wirkung des Zaubers beeinflusst. Das Merkmal Objekt gibt hier also an in WAS der Zauber gebunden wird und auf was die Gesamtwirkung gerichtet ist. Da die Zauber aber in Lebewesen gebunden werden sollen, muss bei dem Bindezauber nun das Merkmal, das die Gesamtwirkung auf unbelebte Objekte fixiert, gegen eines ausgetauscht werden, das die Wirkung auf Lebewesen richtet (also: Form). Wenn ich aber nun Objekt durch Eigenschaften ersetze, würde das bedeuten, dass ich versuche einen Zauber in die Eigenschaften von Etwas zu binden. Und dann stellt sich auch die Frage: “In die Eigenschaften von wem oder was?”, denn auf Objekte wirkt der Zauber dann nicht mehr, da das entsprechende Merkmal fehlt.
Dass die Frage zum INFINITUM kommt, hatte ich mir schon fast gedacht. Als sinnfrei würde ich die Synthese aber nicht bezeichnen, da der INFINITUM nur die Wirkungen von wirkenden Zaubern permanent machen kann. Er könnte zwar einen AXXELERATUS und andere auf (Lebe)wesen gerichtete Zauber, permanent an ein (Lebe)wesen heften aber bei einem PLANASTRALE, IGNISPHÄRO, DSCHINN DES ELEMENTS usw. sieht die Sache schon anders aus. Kurz gesagt, der INFINITUM kann lediglich Zauber bei einem (Lebe) wesen permanent machen, die von sich aus schon auf (Lebe) wesen gerichtet sind. Wenn man aber z.B. einen PLANASTRALE mit dem INFINITUM belegt, wird dieser zwar permanent aber mit Sicherheit nicht in einem (Lebe) wesen und auch ganz sicher nicht so, dass dieses Wesen den Zauber immer und zu jeder Zeit selbst anwenden kann (bzw. Bei den meisten Pflanzen durch vorgegebenen Auslöser). Um das zu erreichen muss also ein Bindezauber geschaffen werden, der einen Zauber an ein Lebewesen bindet und diesem erlaubt ihn jederzeit einsetzen zu können. Und genau diesen Zweck sollte mein Zauber ja erfüllen.
Also ich hätte da eine Theorie wie man solche Chimären erschaffen könnte. Zu diesem Zweck müsste man wohl zuerst einen Zauber erschaffen, der in der Lage ist den gewünschten Zauber in unausgelöster Form an das Lebewesen zu binden.
1)Als Erstes ersetzt man beim ARCANOVI (Variante: Semipermanenz I oder II)das Merkmal Objekt gegen Form bzw. Humus (für Pflanzen). Der neue Zauber hätte dann die Fähigkeit, andere Zauber, in unausgelöster Form, an Lebewesen zu binden. Der Nachteil daran ist allerdings, dass die gebundenen Zauber ladungsabhängig sind.
2)Um dieses Problem zu beheben, muss der neue Zauber nun per Synthese mit einem INFINITUM (schwer zu bekommen, ich weiß) kombiniert werden. Dabei wird die von der Ladungsanzahl abhängige Auslösbarkeit des ARCANOVI mit der Permanenz des INFINITUM vebunden. Der gebundene Zauber kann nun ladungsunabhängig immer wieder ausgelöst werden und seine Wirkung entfalten. Bei Tieren könnte der Auslöser der Wille des Wesens sein, bei Pflanzen die Jahreszeiten, Pflücken der Früchte und andere Ereignisse.
Nun wird das Tier mit dem neuen Bindezauber und dem gewünschten Zauber belegt und mittels CHIMÄROFORM mit einem anderen Wesen verschmolzen. Dabei sollte die neue magische Eigenschaft des verzauberten Wesens übernommen werden. Nach DSA4.0 wurde die Erschaffungsprobe, durch die Übernahme von besonderen Eigenschaften der Ursprungskreaturen, um 1-7 erschwert. Wenn das Wesen auch noch fortpflanzungsfähig ist, müsste sich diese Fähigkeit also eigentlich auch vererben.
Was den Matrjoschkaartigen Aufbau der Seele betrifft hast du Recht. Die genaue Zusammensetzubg wird auch in GKM S.6 beschrieben. Ich nehme mal an, dass dieser Abschnitt in WdG unverendert geblieben ist (habe die DSA4.1 Regelwerke noch nicht). Zum besseren Verständnis werde ich den Aufbau aber hier nochmal in Kurzform darstellen. Die gesamte Seele besteht aus dem sehr feinstofflichen Astralleib (=Lebensseele) (mit LE und AE-Speicher), den geistigen Eigenschaften und der Wahren Seele (Nayrakisfunken). In den Astralleib ist die Wahre Seele wie ein Kern eingelagert und wird von den geistigen Eigenschaften eng umschlossen. Der Astralleib unterteilt sich allerdings nochmal in einen geistigen und lebensenergetischen Teil. Normalerweise sind diese beiden Teile Eins, aber in manchen Fällen (z.B. SEELENWANDERUNG, KÖRPERLOSE REISE) spaltet sich der Astralleib in die beiden Teile auf. Man erkennt dies an zwei Textstellen. Zitat GKM S.6:
“Der Astralleib umfasst als Essenzhülle sowohl die Lebenskraft eines Geschöpfes als auch seine eventuell vorhandene Astralkraft.”
Zitat LC S.150 (Seelenwanderung):
“Der Achaz-Kristallomant übernimmt die körperlichen Eigenschaften FF, GE, KO, KK seines Gastkörpers sowie körperliche Vor- und Nachteile und die LE ...”
Es wird aso deutlich, dass die eigene LE NICHT mitgenommen wird und daher eine Spaltung des Astralleibes stattgefunden haben muss.
Das Bewustsein ist übrigens auch im Astralleib zu finden. Zitat GKM S.6:
“Während der Körper die derisch manifestierte, grobstofflichere Form des Sikaryan darstellt, ist der Astralleib dessen sphärische Kraft und repräsentiert 'geistige' Eigenschaften wie Bewusstsein, Verstand, Erinnerung und Charakter eines Lebewesens.”
Da das Bewustsein und die geistigen Eigenschaften zum magisch manipulierbaren Astralleib und nicht zur Wahren Seele gehören, ist es auch kein Wunder, dass sie sich von Beherrschungs- und Einflussmagie beeinflussen lassen. Bei permanenten Zaubern wirkt die dauerhafte Wirkungsmatrix der Rückkehr in den Ausgangszustand entgegen. Erst nach dem Tod gehen einige Teile der Erinnerungen und des Bewustseins auf die Wahre Seele über. Daher können solche Bewustseinsreste auch bei einer Wiedegeburt noch vorhanden sein. Wie sich DAS dann aber auf Beherrschungsmagie auswirkt weiß ich auch nicht so genau. Vermutlich werden diese Reste aber, in der Regel vom aktuellen beeinflussbaren Bewustsein überlagert und bieten daher wohl keinen Schutz vor derartiger Magie. Eine Formung der Wahren Seele durch Beherrschungamagie ist aber ausgeschlossen. Es wäre aber trotz Allem von Vorteil, wenn man sich die gesamte Seite 6 in GKM durchliest (oder irgendwo in WdG).
Deine Idee, zwei deiner Chars mittels CHIMÄROFORM schadensfrei (geistig) miteinander zu verschmelzen, halte ich aber für sehr gewagt (aber vielleicht machbar). Theoretisch wäre es möglich die Seelen der Lebewesen vor dem Ritual mittels KÖRPERLOSER REISE (Variante: Fernzauber) auszulagern und dann erst mit der Verschmelzung zu beginnen. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher wie sich die Seelen verhalten, wenn sie in den EINEN Körper zurückkehren und ob sie es nach der Veränderung der Ursprungskörper überhaupt tun. Wenn es aber funktionieren sollte, können allerdings nur körperliche Zusatzeigenschaften wie z.B. Regeneration usw gewählt werden, da der Geist an dem Ritual nicht beteiligt war (Astralsinn, Lebenssinn usw.halte ich daher für nicht möglich). Da die Zauberdauer des CHIMÄROFORM inder Regel länger dauert als die Wirkungsdauer des KÖRPERLOSE REISE, wäre es wohl am günstigsten, wenn man den CHIMÄROFORM in ein Artefakt bindet. Dadurch fiele die lange Zauberdauer weg.
Eine Zauberwerkstattsmodifikation am einzelnen CHIMÄROFORM, so dass er nur auf den Zauberer selbst wirkt, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da sich die Verschmelzungskomponente wohl auch beim Merkmalsaustasch nicht entfernen lässt. Vielleicht könnte man den CHIMÄROFORM aber mit einem TRANSMUTARE KÖRPERFORM per Synthese kombinieren. Dabei lässt man die Verschmelzungskomponente des CHIMÄROFORM wegfallen und übernimmt nur die formenden Komponenten der beiden Zauber.
Eine Neuerschaffung von Kraftelementaren, mit der von dir beschriebenen Methode, wird aber wohl leider nicht möglich sein, da ein Kraftelementar mehr ist als nur ein Astralgeist (diese entstehen ja auch in beseelten Artefakten). Zudem glaube ich irgendwo mal gelesen zu haben, dass richtige Elementarwesen nur beim Vorhandensein ihrer Zitadelle entstehen können. Wenn man solch ein Wesen selbst erschaffen will, muss man wohl einen Zauber entwickeln, der den Kraftelementar in der Vergangenheit vor Madas Frevel erschafft und in die Gegenwart transferiert. Ein DSCHINN DES ELEMENTS mit den Merkmalen Kraft, Temporal und Herbeirufung, wäre vermutlich dazu in der Lage. Dabei müsste der temporale Teil ähnliche Fähigkeiten haben wie ein CHRONOKLASSIS, der auf Elementare wirkt. Allerdings ist mir bisher noch keine überzeugende Methode eingefallen wie man das über die Zauberwerkstatt erreichen könnte. Vielleicht finde ich ja später noch einen Weg. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit den “Sphärenschlüssel” mit dem eingeschlossenen Kraftelementar mittels eines normalen CHRONOKLASSIS zu beschwören.
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