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Dieses Thema hat 11 Antworten
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 Rationes Celestiales - Gedanken über Götter
Zordan L. Zornebrecht Offline

Ahnender


Beiträge: 431

15.12.2006 19:57
Aspekte göttlicher Wesenheiten Antworten

Ich frage mich seit einiger Zeit, inwiefern die Echsengötter nur Umdeutungen oder andere Interpretationen der Zwölfgötter sind. Einige von ihnn (H'Szint oder Zssah) sind ganz klar die entsprechenden Zwölfgötter. Aber wie sieht es mit anderen aus? Sind es wirklich die gleichen Götter, oder nur zufällige Parallelen, Überschneidungen von Ansichten usw.?

Ich würde mich über einige Meinungen darüber freuen, zumal in letzter Zeit recht wenig hier geredet wird.

Magus Extraordinarius Puniniensis Brabaciensisque Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris ex Septentrionibus
"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald du aufhörst, dich anzustrengen, wirst du zurücktreiben."

Mikahil von Graufels Offline

Adeptus Minor


Beiträge: 43

16.12.2006 01:38
#2 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

ist es nicht eher andersherum? waren nicht die Echsen jene, die vor den Menschen die Macht hatten Göttern Gebete zu senden?

Mikahil von Graufels, Träger Seulasslintans, Verkünder Kohelets, 8. Erbe von Ilaris

Zordan L. Zornebrecht Offline

Ahnender


Beiträge: 431

16.12.2006 13:10
#3 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Ich habe nicht behauptet, die Menschengötter seien vor den Echsengöttern gewesen. Wenn das so rüber kam, war das ein Missverständnis.

Magus Extraordinarius Puniniensis Brabaciensisque Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris ex Septentrionibus
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Bosper Winterberg Offline

Ahnender

Beiträge: 431

16.12.2006 13:38
#4 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Nun, vielleicht haben sich die Götter jeder Rasse offenbart, aber jede Rasse fasste sie anderst auf, und im Zuge der Jahrhunderte entwickelten sich die Religionen weiter auseinander, ähnlich wie die Ringparabel bei "Nathan der Weiße", wo es zu klären galt, welche die rechte Religion sei. Fakt ist, dass manche Götter sich nicht jedem offenbarten, wie die Elfengötter, Orkgötter, Angrosch (sollte umstritten bleiben), Rastullah, Rur/Gror...
diese waren sehr speziell an eine Kultur gerichtet. Dadurch sind sie nahezu Einheitlich in Abhängigkeit von der eventuellen Verbreitung.

"Behaltet mich nicht in Erinnerung wie ich war - sondern wie ich zu sein versuchte."
Gezeichnet: Bosper L. Winterberg, VII. Erbe Ilaris ex Septentrionibus, Spezialist für grausame Geographie

Phexenskind Offline

Ahnender

Beiträge: 329

16.12.2006 14:04
#5 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Nun eigentlich eine gute Frage, warum sich Ork- und Elfengöttern den Echsen/Menschen nicht offenbart haben und umgekehrt, aber vielleicht liegt es ja daran, dass die Götter selbst ständig im Streit um die Gläubigen liegen und wenn eine Rasse eben schon einen Ackerbaugott hat, wozu dann einen zweiten anbeten. Es kommt also darauf an wer das erste und beste "Angebot" macht, denn der erhält den Zuschlag und damit unzählige Gläubige. Doch wenn das so ist, stellt sich die Frage, warum die Götter so sehr hinter Gläubigen her sind und das würde uns wiederum der Magierphilosophie näher bringen!

PontiPhex maximus, 2.Erbe Ilaris, Mondsilbersultan, M.P.
Wissen ist Macht
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Bosper Winterberg Offline

Ahnender

Beiträge: 431

16.12.2006 19:35
#6 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Nun, ich glaube nicht, dass es so sehr die Götter sind, die um Gläubige ringen. Das sind mehr die Leute der Geweihtenschaft. Viel mehr versucht der derische Kreis der Gläubigen, ihren Einflussbereich zu vergrößern. Außerdem wurde auf ALVERAN schon klargestellt, dass die macht der Götter nicht von der ANzahl der Gläubigen abhängt, wohl aber die Macht der Kirche, liebe Miterben.

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Gezeichnet: Bosper L. Winterberg, VII. Erbe Ilaris ex Septentrionibus, Spezialist für grausame Geographie

Kolkja Offline

Ahnender

Beiträge: 416

18.12.2006 10:00
#7 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten
Ich denke eher, dass ein Gott sich den Sterblichen zeigt, die eh schon ähnlich seinen Idealen leben. So wie die alten Elfen (zunächst) im Einklang mit der Natur lebten (Entstehen & Vergehen - Nurti & Zerzal), oder die Echsen mit Tsa, deren heiliges Tier ja eh eine Echse ist. Da ich von Orks und Goblins nicht so viel Ahnung habe, kann ich zu denen auch nicht viel sagen. Bei den Menschen Phex und Rondra. Der eine half den Menschen sich selbst zu helfen, was sie eh schon taten, und die andere bekräftigte die Menschen in ihrem Ehrgefühl. So zieht sich das durch die Geschichte.

Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris, Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft und ex Septentrionibus

Bosper Winterberg Offline

Ahnender

Beiträge: 431

18.12.2006 16:17
#8 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Natürlich verkörpern die Götter Ideale und Tugenden, von den Menschen verehrt und deshalb gehuldigt. Aber eine Frage ist auch, ob es jene Götter überhaupt gäbe, wenn entsprechendes Ideal oder Tugend gar nicht verbreitet - oder schlimmer - gar nicht existiert.

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Zordan L. Zornebrecht Offline

Ahnender


Beiträge: 431

18.12.2006 16:56
#9 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Nun, darüber haben wir glaube ich schon einmal geredet, aber manche Themen sind immer interessant.

Ich glaube kaum, dass die Götter durch ihre Ideale definiert sind. Man schaue sich Götter wie Hesinde an. Bei den Achaz ist sie die Wandelbare, die Verändernde, bei den Menschen die Herrin der Magie und des Wissens und innerhalb einzelner Menschenvölker differiert es nochmals. Phex ist bei den Tulamiden Gott der Magie, bei den Mittelländern Gott der Händler und Diebe, bei den Maraskanern der unbarmherzige Nachtrichter und Jäger.
Götter mögen bestimmte Ideale vertreten, aber ich glaube nicht, dass sie aus ihnen oder wegen ihnen entstanden sind. Was also kann noch die Erklärung dafür sein, dass Hesinde unterschiedlich gesehen wird?

Hesinde/H'Szint vertritt all diese Aspekte. Wandelbarkeit, Magie, Wissen, Weisheit, Forschung, Kunst und alles damit zusammenhängende, aber nicht jedes Volk vertritt all ihre Aspekte. Die unleugbaren Divergenzen der theologischen Wahrnehmung müssen also darin begründet liegen, dass die einzelnen Aspekte der göttlichen Entität Hesinde/H'Szint nicht als unteilbares ganzes vertreten werden. In unterschiedlichen Völkern präsentieren sich Götter in unterschiedlicher Weise. Sie bleiben im Kern gleich, Hesinde/H'Szint wird niemals eine Kriegsgöttin sein, alle ihre Aspekte hängen in einer Form mit der geistigen Kraft der Sterblichen zusammen. Aber die einzelnen Auslegungen dieser Geistaspekte wird immer differieren. Die Maraskaner beispielsweise sehen in ihr eine Art Philosophin (keine Göttin der Philosophen, sondern eine Philosophin). Warum aber ist das so?

Weil es den Göttern nicht auf die finiten Aspekte ankommt. Hesinde/H'Szint ist nicht Göttin der Kunst, der Forschung und der vernunftgeleitet gewirkten Magie, sie ist Göttin der schöpferischen Geisteskraft. So ist es auch mit allen anderen Göttern. Sie alle haben einen sehr allgemein gehaltenen Kern. Darauf aufbauend entstehen weitere Aspekte, die von den Völkern der Sterblichen assoziiert werden. Somit respektieren die einzelnen Völker unterschiedliche Aspekte der Hesinde/H'Szint-Wesenheit, aber alle den gleichen, fundamentalen Kern. Was aber ist die logische Konsequenz einer solchen göttlichen Fundamentalessenz?

Die Folge ist, dass die zwölfgöttliche Ordnung genannten Wege, welche dem Chaos entgegenstehen und in konkret-abstrakter Synthese die Schöpfung ausmachen, eigentlich auf einen recht überschaubaren Kern reduziert werden können. Ordnung - Auseinandersetzung mit dem Gegenpart - Durchsetzungsvermögen - Zusammenhalt - Ausgeglichenheit - Vernunft - Geduld - Schöpferkraft - Einfallsreichtum - Gutherzigkeit - Fleiß - Leidenschaft. Zwölf Schlagwörter, zwölf Grundwerte (einige davon sogar einander ähnlich). Somit ist aus dem unüberschaubaren Wust zahlreicher Interpretationen von Göttern ein Kern geworden. Was wiederum bedeutet das für uns?

Es bedeutet, dass es letztlich völlig egal ist, wie ich einen Gott nenne und welche Aspekte ich an ihm respektiere und verehre. Der Kern aller Göttlichkeit, die FUndamentalessenz, bleibt in sich geschlossen gleich. Das ist der wahre kern des Glaubens. Glaubt nicht an Praios, glaubt an Ordnung und eine feste Struktur. Glaubt nicht an Krr'Ton'Chh (oder wie man den schreibt), sondern daran, dass man sich mit dem auseinandersetzen muss, was einem entgegen steht. Glaubt nicht an Angrosch, sondern an das Durchsetzungsvermögen der sterblichen Seele und ihres Geistes, an den Fleiß der sterblichen Hände und des sterblichen Geistes. Glaubt nicht an Boron, nicht an Golgari, sondern beachtet die völlige Ausgeglichenheit, die Neutralität gewisser Vorgänge.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich somit tatsächlich behaupten kann, die Kulte der Zwölfgötter seien engstirnig. Sie kratzen nur an der Schale der Fundamentalessenz.

Ilaris mit euch. Danke schön. *verlässt die Rednerbühne*

Ich glaube, ich muss diesen Thread mal umbenennen.

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Kolkja Offline

Ahnender

Beiträge: 416

18.12.2006 16:57
#10 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten
Zu Bosper:
Das ist dann so ähnlich wie die Theorie, dass ein Geräusch erst dann existiert, wenn es jemand hört.
Ich bin der Meinung, dass die Ideale und Tugenden der Götter mitnichten etwas mit dem Willen der Sterblichen zu tun haben. Die Götter versuchen die Sterblichen in ihre Bahnen zu lenken. Manche versuchen das mehr, manche weniger. Und wieder anderen sind die Sterblichen scheinbar völlig egal. Von diesen können wir ja nicht einmal erahnen was für Ideale und Tugenden sie schätzen.

Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris, Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft und ex Septentrionibus

Phexenskind Offline

Ahnender

Beiträge: 329

18.12.2006 19:59
#11 RE: Echsengötter und Zwölfgötter Antworten

Ja ich glaube, dass nicht die Götter sich die Menschenvölker aussuchten, weil sie bestimte Ideale besaßen, sondern sie waren es erst, die den Menschen diese Ideale nahe brachten.

Und ja natürlich ist der Zwölfgötterglaube engstirnig und beschränkt, doch das ist gut so, denn nur Ideale zu verehren zieht nicht so viele Gläubige an wie Götter, also Wesen aus "Fleisch und BLut" mit denen man sich zumindest entfernt identifizieren kann. (Es ist leichter jemanden tapfer wie Rondra, als tapfer wie die Tapferkeit zu nennen)

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Zordan L. Zornebrecht Offline

Ahnender


Beiträge: 431

18.12.2006 22:33
#12 Aspekte göttlicher Wesenheiten Antworten

Na klar, das liegt am Personifizierungstrieb der Sterblichen. Ich meine, man kann jedem Phänomen eine Art Agitator zuordnen. Tod, Sommer, Winter, Zeit, Glück, Pech, die Liste ist endlos.

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