Da wir schon mal diese Sektion haben, in der irdisch philosophiert wird, rege ich nun einmal etwas an.
Ich denke, mit den beiden Begriffen Polytheismus und Monotheismus kann jeder etwas anfangen. Es geht mir auch gar nicht darun, die Begriffe zu zerpflücken oder zu erklären, sondern um eure Ansichten darüber, was von beiden für euch plausibler erscheint. Jeder von uns hat ja irgendeine Form des Glaubens, ohne geht es einfach nicht (ich war lange Zeit Atheist, musste aber feststellen, dass Atheisten noch mehr in Erklärungsnot geraten als Gläubige, erst recht, wenn es um soclhe wichtigen Fragen geht wie "Warum lebe ich eigentlich?").
Doch mich blindlings den Lehren einer Kirche an den Hals zu werfen, verbietet sich mir ebenso, wie sie alle in Grund und Boden zu fluchen udn zu verurteilen. Es muss ja, der Logik folgend, eine Wahrheit hinter allem geben. Die Frage ist jetzt, wie sieht diese aus? Ich verweis da mal auf meine Schrift über die Wahrheit von gestern, dem 7. 8. 2006, in der ich sage, dass die Warhheit solcher Größenordnung nie als ganzes erfasst werden kann. Also zur Sache, welches Stückchen Wahrheit habt ihr aus dem Scherbenhaufen aufgehoben und warum?
Magus Extraordinarius Puniniensis Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris "Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber sich an ihnen orientieren."
Hmmm... eine schwierige Frage. An sich ist es so, dass die im Politheismus verehrten Götter als viele Gesichter des einen gesehen werden. Dieser eigentliche Gott, der hinter diesen Göttern steht, ist dermaßen abstrakt, dass man sich diesen Gott nur in Teilaspekten vorstellen kann. Es ist quasi unmöglich diesen Gott als einzelwesen zu verehren. Deswegen wird er in vielen verschiedenen Göttern als Teilaspekt verehrt. Das ist das was viele Monotheisten nicht wissen und schon gar nicht verstehen. Wobei man hier auch fairerweise sagen muss, dass viele den dreieinen Gott der Christen auch nicht verstehen. In sofern sehe ich diese beiden Richtungen als gleichbedeutend an. Was nicht heiß, dass ich alle Praktiken der verschiedenen Glaubensrichtungen - gerade der Fanatiker (egal welcher Gott dahinter steht) - gutheiße. Was du wahrscheinlich unter Politheismus verstehst ist vermutlich der Pantheismus, wie er bei den Römern, Griechen, den Nordischen Göttern, ... verbreitet war. Da gab es Götter, die sich stritten, liebten, sich in die Dinge der Sterblichen einmsichten und und und. In diesen Religionen sind die Götter häufig nicht die Erschaffer der Welt sondern "nur" deren Verwalter. Häufig ist es auch so, dass die Schöpfer entweder tot sind, von den Göttern getötet wurden, oder aber dermaßen weit entfernt sind, dass sie nicht mehr mit der Welt zu tun haben. Ich persönlich bin des Glaubens, dass es einen Schöpfer gibt, der "den Stein ins rollen" gebracht hat. Banal gesagt: er/sie/es/wasauchimmer hat den Urknall inszeniert und schaut sich jetzt mal an, was dabei rumkommt. Dabei halte ich mich an eine Überlieferung der ersten Christen, die die katholische Kirche im Übrigen trotz wissenschaftlicher Belege nicht anerkennt: Du findest mich unter dem nächsten Stein am Wegesrand, in dem lachen der spielenden Kinder, im Rauschen des Windes in den Wäldern... (Frei erfunden, aber der Sinn zählt)
Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris und Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft
Na ja, Pantheismus ist doch eher der Glaube, dass Gott/Götter oder ein göttlicher Hauch in allen Dingen, Orten und Wesen steckt, oder? Aber das viele Nichtchristen unseren Gott als Polytheismus ansehen, habe ich selber schon gehört.
Und was deine Vorstellung angeht, so kommt sie meiner in einigen Punkten nahe, auch wenn ich durchaus glaube, dass der Einfluss - ein Geschlecht will ich eigentlich gar nicht zuweisen, genausowenig wie eine genaue Persönlichkeit - auch im Laufe der Erdentstehung und der Evolution noch tätig war. Denn die Entstehung von uns als Menschen, homo sapiens sapiens oder pan narrans, wenn du mal Pratchetts, Cohens und Stewarts "Die Philosophen der Rundwelt" gelesen hast (wenn nicht, tu es, es ist lohnend), ist so unwahrscheinlich wie, dass mir, wenn ich das Haus verlasse, ein Stein in der Form eines Seelachses auf den Kopf fällt und ich in unseren Pool falle. Das ganze wird noch interessanter dadurch, dass wir keinen Pool haben. Somit denke ich, dass da durchaus jemand/etwas kurz hier und da mal was angestupst hat, damit alles wieder ins Rollen kommt. Ab und an mal eine Katastrophe, um die fehlgegangenen Versuche wegzuputzen und weiter gehts.
Magus Extraordinarius Puniniensis Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris "Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber sich an ihnen orientieren."
Also ich will da ja jetzt nicht den totalen Atheisten raushängen lassen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, Religionen, egal ob nun Poly oder Mono. machen nur Probleme! Also ich darf da mal die alte Kreuzzüge und heiliger Krieg- Geschichten einwerfen, dann die Christenverfolgung in Rom, bzw. die spätere heidenverfolgung. Dazu kommen noch die hexenverbrennungen und nicht zuletzt, nein sogar am aller schlimmsten: Die derzeitigen Nahostkonflikte, alles hängt irgendwie oder ziemlich direkt mit den Religionen zusammen! PontiPhex maximus, 2.Erbe Ilaris, Mondsilbersultan, M.P. Wissen ist Macht Phantasie ist Allmacht
Nein, tut es nicht. Es hängt mit Kirchen zusammen, mit "Gläubigen" - letztlich mit Menschen. Und Menschen können alles für ihre Zwecke zurechtbiegen. Mit Religion hat das ganze nichts zu tun, der Wortbedeutung nach schon. Religion bedeutet Rückbindung, soweit ich weiß. Haltfindung. Mit Bindung hat dieser Frevel an den 10 Geboten, an den Gesetzen des Koran, nichts zu tun. Im Gegenteil. Nicht Religion macht die Menschen schlecht. Menschen machen die Religion schlecht.
Magus Extraordinarius Puniniensis Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris "Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber sich an ihnen orientieren."
Menschen suchen doch immer wieder Gründe und Vorwände mit denen sie Menschen, Völker und "Dinge" auslöschen/zerstören können, die sie fürchten. Meistens kennen sie diese nicht einmal! Das ist das blöde Elend. Ihr erinnert euch an den Karikaturen Streit? Da wussten Menschen in Kairo ganz genau, dass auf den Karikaturen Mohammed mit einem Schaf kopulierte. Natürlich stimmt das nicht. natürlich hatten diese Leute auch nie je auch nur ansatzweise diese Karikaturen gesehn. Aber sie wußten es eben. Genauso wie man im 3. Reich wusste, dass Juden krumme Nasen hatten, Läuse hatten, den Staat unterwanderten und Geld stahlen. Das ganze kann man nur beenden, wenn die Leute vor Ort aufgeklärt und gebildet werden. Das kann natürlcih Jahrzehnte dauern. Das ganze kann natürlich auch wieder Rückläufig werden, wenn einige Staaten gewisse Nachrichten einfach nicht ausstrahlen lassen. Aber solange kein genügend hohes Bildungsniveau da ist, wird es immer diese Angst und diese Angstschürer geben! Wer tatsächlich die Bibel oder den Koran gelesen hätte, wüsste, dass ein heiliger Krieg niemanden in den Himmel bringt. Absichtliches töten ist eine Sünde! egal in welcher Religion! Nun zurück: Ich glaube, dass das Schöpferwesen genau wusste, wie was bewegt werden musste, um genau das zu erreichen, was geschehen ist. Und ich glaube auch, dass wir nicht das einzige Leben im Universum sind. Vielleicht das einzige das sich Gedanken über anderes Leben macht, aber nicht das einzige. So unwahrscheinlich, dass es Leben gibt, ist es nämlcih gar nicht. Wissenschaftler haben zum Beispiel herausgefunden, dass die Konstanten (wie z.B. Gravitationskonstante) im Universum kein bischen anders hätten sein dürfen, um überhaupt Atome und damit in letzter Instanz Leben zu erschaffen. Wären die Konstanten auch nur ein Mü anders, egal ob größer oder kleiner, wär alles leer! Das muss man sich eimal vorstellen! Ich kann mir das nicht anders vorstellen, als mit einer göttlichen Hand im Spiel. Da bleibt natürlich die Frage woher kommt denn der, aber irgendwo hört es auf.
Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris und Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft
Ja siehst du, da fängt ja der Glaube an. Keiner kann sagen, woher er/sie/es kommt. Weil man glaubt, nicht weiß. Das ist ja das Geheimnis des Glaubens. Sich sicher sein, ohne objektive Fakten zum Beweis zu haben, zu vertrauen, ohne ein Pfand der Ehrlichkeit zu erhalten. Ein Blindflug, den aber viele gerne auf sich nehmen denn, wenn wir genau sind, wollen wir die ganze Welt gar nicht so genau sehen, vieles davon ist Igitt, das eklig blubbert und noch viel mehr ist einfach Leere mit Dunkelheit. Menschen erfinden Geschichten, um Dinge zu erklären, mit der Wissenscahft kann man sehr genauer Geschichten erfinden, die einen kleinen Bereich der Welt sehr genau erfassen, doch wenn wir wirklich eine Geschichte über alles schreiben wollen, eine Theorie von Allem, nach der Mr. Hawking sucht, dann brauchen wir früher oder später einen Gott, eine letzte Instanz.
Magus Extraordinarius Puniniensis Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris "Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber sich an ihnen orientieren."
Das ist auch gut so zumindest finde ich das, ich weiß nicht wie ich mir das vorstellen will kann oder soll aber wenn ich daran denke wie es wohl wäre ohne eine solche Instanz. Nennen wir sie einmal Gott, dann wäre unser Leben einfach nur dazu da um es uns möglichst schön zu gestalten und um viel zu erreichen. Wenn es nichs danach oder davor gibt, wer weiß das schon, was wollten wir dann mit unseren 80 Jahren auf der Welt? Ich persömlich glaube an einen Gott, auch wenn nicht an den, von dem die Kirche uns predikt. Ich finde Glauben ist was persöhnliches etwas das man nicht verallgemeinern kann so wie man das mit der Religion tut die für Millionen gilt aber ich schweif ab....
Adeptus Esthariol T. Farfra, Ykkandil der Weise, sechster Erbe Ilaris
Spät aber doch muss ich mich dann korrigeren: Nicht der Glaube schafft Probleme, die Gläubigen sind es! Übriens hab ich mir jetzt den Koran gekauft und werde demnächst (sollte ich tatsächlich Zeit finden) mal reinlesen, mal sehen was da so drinnen steht!
Um aber wieder zum eigentlichen Thema, Mono. vs. Poly. zu kommen muss ich sagen dass beides vor und Nachteile hat, offensichtlich jedoch hat der Monotheismus größere Anziehungskraft auf die Menschen, denn einer Polytheistische Weltreligion (Hinduismus) stehen 3 Monotheistische gegenüber (Judentum, Christentum und der Islam). Und nun die Frage, die diesen Tread wieder zum Laufen bringen soll: Warum ist das so?
PontiPhex maximus, 2.Erbe Ilaris, Mondsilbersultan, M.P. Wissen ist Macht Phantasie ist Allmacht
Es schein daran zu liegen, dass sich kein Mensch 100 Götter oder mehr merken kann und deshalb die anzahl der Götter auf ein nötigstes reduziert wird. Außerdem weiß man bei weniger Göttern besser, wem man für ein bestimmtes ereigniss huldigen soll.
Die größten Stufen der reduzierung sind 1 (Monotheismus) und 0 (Budismus / abeer auch Atheismus - Das soll nicht heißen, das die greichgesetzt wären!). Somit ist es eigentlich eine Absehbar, dass die anzahl der götter reduziert wird. Im Alten Ägypten hat das Pharao Echnaton versucht, scheterte aber an den Priestern, die nicht entmachtet werden wollten. nur einige Jahrzehnte später (so man die Angabe über Pharao Ramses und Mose in der Bibel glauben schenkt) zog eine größere Monotheistische Gemeinde aus, die zur Keimzelle des weltweiten Judentums wurde. Vom Judentum spaltete sich um das Jahr 0 durch einen Wanderprediger das Christentum ab, um das Jahr 610 herum hatte ein ehemaliger Schafshirte eine Vision, in der ein Engel ihm den Islam zu predigen befahl, der viel von Juden und Christentum übernommen hat (Heilige Bücher)
Mikahil von Graufels, Träger Seulasslintans, Verkünder Kohelets, 8. Erbe von Ilaris
Ich denke, was vor allem den Anreiz der drei Schriftreligionen ausmacht, ist der feste Kodex, an den sich zu halten dadurch leicht ist, dass in diesen Schriften explizit drinsteht, was der Glaube bedeutet und was nicht. Wer Buddhas Schriften liest (oder die Schriften über ihn, vielmehr), der wird feststellen, dass man diese Sagen, Gleichnisse und Erzählungen erst noch durch einen großen Apparat an Interpretation schicken muss, um eine MOral zu bekommen. Das gleiche gilt für das bisweilen sehr chaotisch anmutende Gewirr verschiedener Götterbeziehungen und -antpathien in polytheistischen Religionen. In Thora, Bibel und Koran steht hingegen drin: "Gott will...", "Gott sagt dir...", "Gott gibt euch...". Die Bibel ist natürlich auch interpretationsbedürftig, aber längst nicht so abstrakt wie manch andere Schrift. Ähnliches gilt für Koran und Sunna im Islam (übrigens viel Spaß bei der Lektüre. Einige Sachen sind sehr interessant und bieten faszinierende Einblicke).
Magus Extraordinarius Puniniensis Brabaciensisque Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris ex Septentrionibus "Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber sich an ihnen orientieren."
Eigentlich ist es ganz einfach: Das Christentum und der Islam sind die einzig mir bekannten Religionen, die sowohl mit Feuer und Schwert sowie mit dem Buch und dem Wort missionieren bzw. missioniert haben. (Unter Missionieren verstehe ich aktiv zu Menschen gehen und das Wort zu verbreiten.) Deshalb gibt es so viele Moslems bzw. Christen. Juden werden häufig nur dazu gezählt, weil der Ursprung dieser Religionen das Judentum ist.
Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris, Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft und ex Septentrionibus
Die Gemeinsamkeit ist das Buch, die Schrift, die so sonst nirgendwo existiert. Alle drei Schriften stellen eine direkte göttliche Offenbarung dar, von einem Gott an einen Propheten gegeben. Das ist die Gemeinsamkeit, die benutzt wird, um die drei Religionen zu vergleichen. Und letztlich haben sie alle den gleichen Ursprungsort, ungefähr. Ich denke, genau darüber werde ich eine Religions-Facharbeit schreiben. Wenn ich das tue, dann stelle ich meine Fortschritte hier rein, dann könnt ihr mitdiskutieren.
Magus Extraordinarius Puniniensis Brabaciensisque Zordan L. E. Zornebrecht, Proscriptor und Heres Primus Ilaris ex Septentrionibus "Ideale sind wie Sterne. Man kann sie nicht erreichen, aber sich an ihnen orientieren."
Das wär toll - ich hatte nämlich Religion als Prüfungsfach - sehr interessant! Übrigens wird gesagt, dass die Schrift direkt von Gott den Propheten geflüstert wurde. Doch wer hat die Propheten kontrolliert, dass sie auch das Richtige aufschrieben? Und wer sagt, denn dass sie alles richtig verstanden hätten? Könnte es nicht auch sein, dass sie auch eigenes festgehalten haben? Es sind doch alles nur Menschen und Menschen machen Fehler, auch wenn es Propheten sind.
Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris, Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft und ex Septentrionibus
Nun vielleicht liegt es ja wirklich an der Tatsache, dass Islam und Christentum misionierend sind, denn auch der Politheismus der Inder hat beinahe 500.000.000 Gläubige, hat den Subkontinent dennoch nie verlassen!
PontiPhex maximus, 2.Erbe Ilaris, Mondsilbersultan, M.P. Wissen ist Macht Phantasie ist Allmacht
Details: Die Tatsache, dass die Evolution von Wesen, die sich so ne unwahrscheinliche Theorie wie die Evolution ausdenken können, eben so unwahrscheinlich ist, bedingt nicht, dass es deshalb einen weiteren Einfluß geben muß. Du denkst damit wie jemand, der im Poker ein Royal Flush bekommt und sagt "Nö, das ist SO unwahrscheinlich, dass kann gar ned passiert sein." und die Karten wegwirft. Es existiert eine Wahrscheinlichkeit dafür und nur dadurch, dass sie eingetreten ist, können wir das überhaupt denken. Ein Gott muß da nicht zwangsweise reingepresst werden.
Aber zum Thema: Für mich ist Religion etwas das sich entwickelt hat, genau wie Kleidung. Es fängt mit sehr "einfachen" Menschen an, die keinerlei Verständnis dafür haben, warum es blitzt, nachts dunkel wird, etc. Hieraus entstehen viele Gefühle, Neugier und Angst wären da zum Beispiel zu nennen - was man nicht kennt, fürchtet man. Deshalb denkt man sich Lösungen aus (macht die Wissenschaft heute noch - nur die Begründungen sind komplizierter :-) und es entsteht Mystik. Aus der Mystik entstehen Götter, Personifikationen. Und da man effektiv nur Menschen kennt, erhalten auch die Götter menschliche Gestalt, menschliche Gefühle. Aber irgendwann reicht das nicht mehr aus. Die Fragen werden komplexer und eine neue Idee, die des allwissenden Schöpfers, gewinnt an Popularität. Der Rest wird von der Kultur bedingt.
Persönlich bin ich Agnostiker - bisher konnte mir keiner Gott beweisen. Die Bibel ist ein Werk von Menschenhand, nicht mehr. Und vieles davon ist geklaut, um es mal so zu sagen. Das Judentum war nicht die erste Religion, welche einen Schöpfergott und dessen "Widersacher" eingeführt hat, genauso ist z.B. die Geschichte der Sinflut schon im alten Babylon erzählt worden. Das ist nichts verwerfliches, sondern etwas ganz normales. Als das Christentum auf die germanische und keltische Kultur traf, wurden div. Götter, Feiertage, etc. einfach christianisiert, um den Umstieg zu erleichtern. Aus Göttern wurden christliche Heilige, aus der Wintersonnwende wurden Weihnachten, etc. Es passt halt einfach, nicht immer in so extremer Form wie beispielsweise beim Voodoo, das man quasi als als Archetyp für den Synkretismus nehmen könnte. Aber es passiert. Dauernd. Deshalb denke ich, ist die Bibel Menschenwerk. Ob sie wahr ist, ist ne andere Frage.
Gott passt rein theoretisch auch in unsere wissenschaftliche Welt. Man wird wohl niemals wissen, was beim Urknall genau passierte, was ihn ausgelöst hat (obwohl schon die Frage Ideen impliziert, die so absolut falsch sind). Aber genau das ist auch das Problem: Was bringt ein Gott, der so weit weg ist? Gefühle können trügen und das tun sie dauernd, das reicht mir pers. als Grundlage nicht aus. Ein Gott der existieren könnte ist eindeutig zu wenig, da kann ich auch an die unsichtbare Teekanne glauben - die kann auch keiner widerlegen. Aber nun ja, just meine 2 Cent :-)
Zum entstehen von Religionen gibt es ein schönes Gurps-Regelbuch. Das wird sogar von Theologie-Profs empfohlen!
Kolkja, ein einfacher Mann aus dem Volke, III. Erbe von Ilaris, Verteidiger des Glaubens an die ehemalige Existenz der Zitadelle der Kraft und ex Septentrionibus
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