Wir freuen uns über eure Meinung zur Schrift "Über den Volksglauben - I - Religion". Zustimmung, Kritik, Lob, Drohungen auf eine peinliche Befragung sind ebenso erwünscht wie detaillierte Meinungen mit Verbesserungsvorschlägen und eigenen Gedanken.
Interessant - sehr interessant. Noch interessanter wird das ganze, wenn man in dieses Weltbild von Gut und Böse die dorfeigene Kräuterhexe einbinden soll, die das Vieh heilt, bei der Geburt hilft und trotzdem an eine Göttin glaubt die nicht zu den 12en gehört und im Extremfall auch dazu steht.
Sehr schönes spannendes Thema, der Volksglauben. Für einen Gefolgsmann des guten Sephrasto ist die Tendenz des Textes aber recht Kirchentreu. Gibt es doch in seinen Chroniken Passagen, in denen er gerade diese Zahl zwölf samt den entsprechenden Wesenheiten (um es in Anlehnung an Heinrich Böll zu sagen "jene höhere Wesen die wir verehren") als willkürlich festgelegt und eher zweifelhaft bezeichnet (Quelle). Ich würde also in dem Text eher noch diese Zweifel betonen. Außerdem wer weiß denn schon ob Bauer Alrik in Hintergerbaldshausen an der heiligen Gerbalsdlinde nicht statt einem Heiligen der Zwölfgöttlichen Kirche nicht viel eher einem Naturgeist oder schlimmer noch einem uralten dämonischen "Ding" huldigt... Das Silem Horas-Edikt mag ja theoretisch überall in der Zivilisation gelten, ob es aber auch Anwendung findet und konsequent eingehalten wird, steht auf einem anderen Papier. Gerade auf dem Lande kann ich mehr außerhalb des Peraine- oder Traviaglaubens viel Sektiererei, Aberglaube und Häresie vorstellen. Eine stilistische Anmerkung hätte ich auch noch: An einigen Stellen klingt mir der Text sehr irdisch und nicht besonders aventurisch, z.B. "simple Gottesbilder" oder "Machtstrukturen und Beziehungen der Kirche...". Den Begriff "Mahnlehren" finde ich etwas seltsam, gedacht ist wohl an so erbauliche und verbreitete Schriften wie das "Brevier der zwölfgöttlichen Unterweisung" und ähnlich volksverdummende Traktate... Viele Grüße Ulrich
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